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Zurück in den Süden - Saint Lucia

Angekommen in Martinique haben wir unsere Gäste verabschiedet. Es war ein coole Zeit und haben uns über die gemeinsamen Stunden und Erlebnisse gefreut. Der Abschied ist nicht leicht gefallen. Aber wir schauen schon wieder nach vorne und suchen die neuen Abenteuer. Der Plan sieht so aus, dass wir Saint Lucia nochmals besuchen. Wir haben die Insel auf dem Weg nach Süden nur kurz gestreift und nicht weiter angeschaut. Deshalb segeln wir die knapp 20 Meilen nochmals nach Saint Lucia, um die Insel genauer zu erkunden.

Die Überfahrt ist unspektakulär und die karibische See zeigt sich von der besten Seite. Nur wenig Wellen und guter Wind. So zeichnet sich die Karibik meistens aus und segeln macht so richtig Spass. Vor allem mit einer Outremer. Wir sind hier selten mit weniger als 7 bis 8 Knoten unterwegs und segeln oft auch im 2stelligen Bereich. So kommt man rasch voran und ist schneller am Ziel.

Anlaufstelle auf Saint Lucia war die Rodney Bay. Hier landet auch die ARC, eine Rallye mit hunderten Schiffen jeweils im Dezember. Wir haben bereits viele Freunde hier gefunden und viele davon sind mit der ARC gefahren. Wir haben vorne in der grossen Bucht geankert. Es hat jeweils genug Platz hier. Die Tortuga, ein Schwesterschiff von Outremer hat sich auch dazugesellt und wir verbringen ein paar Tage in der Bucht. Einklarieren ist einfach. Durch einen Kanal gelangt man in die Rodney Marina. Alles topschick und topmodern. Wir machen auch einen Ausflug und besuchen das Dörfchen nebenan. Hier sieht man schon mehr Armut.

Nach ein paar Tagen beschliessen wir, weiter Richtung Süden zu ziehen. Marigot Bay soll unser nächstes Ziel sein. Einerseits hat der Schwell zugenommen und die Nächte werden unruhiger, andererseits haben wir hier langsam alles gesehen. Die Abfahrt gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht. Die Ankerkette hat sich um einen Stein gewickelt und wir bekommen den Anker nicht hoch. Nach einigen Versuchen müssen wir tauchen. Zum Glück haben wir die Ausrüstung dabei. Ohne wäre es schwierig geworden. Die Sicht ist superschlecht und nach einigem würgen und ist die Kette dann endlich wieder frei. Ab zur Marigot Bay.

Die Marigot Bay ist eine wunderschöne Bucht in der Mitte der Insel. Sie ist geprägt von einem Hotelkomplex und wir haben uns für einen Platz in der Marina entschieden. So können wir die Hotelanlage mitbenutzen und haben mal den Pool für einen Tag genossen. Süsswasser anstatt Salzwasser ist auch mal nicht schlecht - und ohne Sand kann auch mal nicht schaden.

Von der Marigot Bay aus haben wir auch einen Ausflug zur Inselerkundung gemacht. Mit dem Taxi geht es Richtung Süden, wo wir unter anderem ein paar Dörfer besucht haben, die aktiven Vulkane sehen und riechen sowie die Pitons aus der Nähe betrachten können. Es ist ein schöner Tag und wir werden von Anja und Beni mit ihren Kindern begleitet. Die Kinder sind am Abend todmüde.

Nach der Marigot Bay wollen wir noch etwas strandfeeling und haben uns mit Motor in die nächste Bucht begeben. Anse Cochon. Wunderschön zum Baden und relaxen. Es hat sogar ein Wrack zum Erkunden. Tauchen dürfen wir allerdings nicht, ist nur den locals erlaubt oder mit Guide.

Abschluss von Saint Lucia ist dann die Soufriere Bay ganz im Süden. Wir haben dort noch eine Nacht an der Boje verbracht, bevor wir uns wieder auf den Weg nach Norden machen. Beni und Anja fahren mit der SY Anduril weiter nach Süden und unsere Wege trennen sich hier. Wir hoffen wir sehen sie bald wieder.

Nach einem Stop in der Marigot Bay für eine Nacht und der Rodney Bay, um auszuklarieren haben wir dann den Weg zurück nach Martinique bestritten. Es gibt mal wieder was am Boot zu tun und Vorräte aufzufüllen. Martinique ist dafür ideal. Nächstes Ziel soll Dominica sein. Wir haben die Oktant wieder in Martinque getroffen und wollen eine Zeit gemeinsam weitersegeln.

19. Etappe, 93.7 NM

16.1. 3 Stunden 51 Minuten, 24 NM
20.1. 4 Stunden 24 Minuten, 14.3 NM
24.1. 1 Stunde 32 Minuten, 6.1 NM
26.1. 2 Stunden 12 Minuten, 8 NM
27.1. 2 Stunden 23 Minuten, 9 NM
28.1. 2 Stunden 27 Minuten, 9.2 NM
29.1. 4 Stunden 11 Minuten, 23.1 NM