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Inselhopping im Süden

Wir verbringen ruhige Weihnachtstage in Martinique und besichtigen mit einem Mietauto Forth de France. Die Hauptstadt von Martinique glänzt nicht mit ihrer Schönheit, sodass wir am Schluss in einer Shoppingmall landen. Auf dem Rückweg gabeln wir am Flughafen direkt Sarah auf und sind nun bereit für die Weiterfahrt.
Den ersten Schlag halten wir kurz und landen nach ca. 3 Stunden Fahrt in der Bucht "La petite anse du diamond" immer noch in Martinique. Hier finden wir einen wunderschönen Ankerplatz mit Bademöglichkeit und sichten vom Boot aus sogar bereits die eine oder andere Schildkröte - was für ein Highlight. Die Entscheidung am Abend im kleinen Dörfchen eine Pizza zu essen, stellt sich leider als Fehler heraus, naja, man kann nicht überall gewinnen.


Am nächsten Tag fahren wir bereits weiter Richtung Süden. Wir legen nur einen kurzen Zwischenstop in der Rodney Bay auf Saint Lucia ein, um zu übernachten, da wir schnell weiter nach Süden möchten. Bereits die nächste Insel St. Vincent ist ein neues Land und wir nutzen die Bucht von Cateaubelair zum einklarieren. Leider ohne Erfolg, da der Zoll gerade heute nicht arbeitet. Nach einem kleinen Rundgang durch das Dorf mit Führung durch einen Einheimischen, sind wir zurück aufs Boot. Hier leben die Leute bereits sehr einfach, sodass sie sich über einige Kinderkleider und Spielsachen freuen. Wir entscheiden, am nächsten Tag direkt nach Bequia Port Elizabeth zu fahren, um dort endlich einzuklarieren. Hier funktioniert es (nach der Bezahlung von 180 ECD) ohne Probleme. Wir treffen einige bekannte Segler, die ebenfalls mit Kindern unterwegs sind und entscheiden, hier Silvester zu verbringen. Es wird ein gemütliches Beisammensein mit Lobster vom Grill und vielen selbstgemachten Spezialitäten. Um Mitternacht übertrifft das Feuerwerk sogar unsere Erwartungen.


Nach zwei Tagen zieht es uns bereits weiter nach Süden. Unser Ziel ist die "Salt Whistle Bay" in Mayreau. Wir staunen nicht schlecht, als sich diese als richtig kitschige Postkarten Karibikbucht herausstellt. Nach der ersten Nacht vor Anker können wir unseren Ankerplatz verlegen und stehen in der ersten Reihe, direkt am Strand. Kurz rüber schwimmen, Sandburgen bauen, schwimmen lernen ohne Schwimmflügel oder schnorcheln - das ist hier alles kein Problem. Wir geniessen die Bucht in vollen Zügen.


Natürlich wollten wir auch den Nationalpart neben Mayreau nicht auslassen und haben die Tobago Cays besucht. Wir schauen uns via Dingi einige Inseln an und entdecken Krebse, Leguane, Schildkröte sowie eine grosse Vielfalt an Vögeln. Am Nachmittag erkunden wir via Schnorchel die Wasserwelt und sind sehr beeindruckt davon. Trotz geringer Tiefe und wenigen Korallen ist die Vielfalt der Fische sehr gross und bunt. Neben Drückerfischen sehen wir Moränen, Papagaienfische und viele mehr. Nach gemeinsamer Besprechung, haben wir auf Union Island verzichtet und sind lieber nochmals nach Mayreau zum Baden gefahren.

Die Zeit vergeht wie im Fluge und wir müssen bereits unsere Rückreise nach Martinique planen, da unser Besuch von dort die Rückreise antritt.
Nach dem Ausklarieren und einer Übernachtung in Bequia sind wir zügig zurück gefahren. Die Wellen haben mittlerweilen zugenommen und auch der Wind ist stärker als bei der Fahrt nach Süden. So wird die Rückfahrt, hart am Wind, etwas anstrengender als die Hinfahrt. Zurück in Martinique verabschieden wir unsere Gäste und nehmen den bereits abgemachten Termin mit dem Mechaniker war. Der Baum sowie ein kaputter Stuhl sind nun repariert und wir, als Standartcrew, bereit für Neues.

18.Etappe: 255.2 Meilen